Fackellauf für die Menschenrechte in China 2008

Minimale Zugeständnisse - China lockert Internetzensur

Stephen Wade / 01.08.08

Unter internationalem Druck hat China die Internetzensur etwas gelockert. Der Schritt der kommunistischen Führung löste am Freitag sogleich erneut scharfe Kritik aus, als das geringe Ausmaß der Verbesserung deutlich wurde. In die Schusslinie geriet zunehmend das IOC wegen des Verdachts, von den chinesischen Plänen der Einschränkung der Pressefreiheit gewusst zu haben.

Fackellauf für Menschenrechte

CIPFG / 04.08

Der CIPFG (Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China) gehören 350 internationale Menschenrechtsorganisationen, Politiker, Juristen, Ärzte, Journalisten und einfache Bürger an. Ihr Ziel ist es, den von der KPCh (Kommunistische Partei China) verübten Organraub an lebenden Menschen zu beenden, diese Verbrechen aufzudecken und die Täter vor Gericht zu bringen.

Fackellauf für Menschenrechte erreicht Festland-China

Qingrui Nilsson / 24.03.08

Olympia-Boykott gefordert

Die Unterdrückung der Proteste in Tibet hat Pekings Regime viel Kritik eingebracht und einen Schatten auf die Olympischen Spiele in Peking geworfen. Nun ist der weltweite Fackellauf für Menschenrechte auch in China angekommen. Am 23. März fand in Hongkong die Eröffnungskundgebung des Fackellaufs im „Reich der Mitte", in dessen Mitte die kritisiserten Menschenrechtsverletzungen passieren, statt.Nach 28 Ländern und 80 Städten rund um den Globus will die CIPFG (Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong) auch in China für mehr Menschenrechte und einen Boykott der Olympischen Spiele werben

Kommentar zu Olympia in Peking

Tagesschau, Christoph Lütgert, NDR / 03.04.08

"Funktionäre und Sponsoren sollten sich schämen"

Internationale Olympia-Funktionäre verteidigen eine verbrecherische Diktatur, die sich die Spiele ergaunert hat und Menschenrechte mit Füßen tritt. Und die Sponsoren verhalten sich, als wäre der chinesische Markt wichtiger als die Menschen.

Peking startet Kampagne gegen Proteste

Neue Zürcher Zeitung Online / 08.04.08

Peking schlägt propagandisch zurück: Die chinesische Führung hat eine Propagandakampagne gegen die Proteste beim olympischen Fackellauf gestartet. Nach den Zwischenfällen in Paris konzentrierten sich Chinas Staatsmedien auf die Kritik an den antichinesischen Protesten.

(sda/dpa/ap) China hat eine Propagandakampagne gegen die Proteste beim olympischen Fackellauf gestartet. Das wichtigste Angriffsziel sind ausländische Medien, denen «verfälschte» Berichterstattung über die Tibeter-Proteste vorgeworfen werden.

Tibeter protestieren gegen Olympia in China

Die Welt Online / 11.03.08

Weltweit haben Demonstranten gegen die chinesische Besatzung von Tibet protestiert. Bei den Aufmärschen wurden mehr als 50 Mönche festgenommen. Auch das geistige Oberhaupt der Tibeter hat sich eingeschaltet: Der Dalai Lama warf der chinesischen Regierung schwere Verletzungen der Menschenrechte vor.

Stationen des Fackellaufs für die Menschenrechte in China

Hier eine Liste aller Stationen des Fackellaufs, soweit bekannt:

 

Menschenrechtsfackel- Island bewegt sich.

Morgunbladid (Island) / 26.01.08

Im Vorfeld zu den Olympischen Spielen in diesem Sommer, sehen sich die Nationen dieser Welt mit der schwierigen Frage konfrontiert, wie die Spiele die Menschenrechtssituation in China unterstützen können. In der Olympischen Charta heißt es, dass das Ziel der Olympischen Spiele darin besteht, durch den Sport zum Aufbau einer friedlichen und besseren Welt beizutragen.

Die Rechtfertigung des Internationalen Olympischen Komitees, die Volksrepublik China die Olympische Spiele 2008 austragen zu lassen, basierte auf der Überzeugung, dass dies ein Weg wäre, auf positive Veränderungen im Land zu drängen. Diese Entscheidung wurde deshalb unter dem Vorbehalt getroffen, dass die Menschenrechte in China schließlich geachtet werden würden.

In den letzten Jahren haben jedoch unabhängige internationale Organisationen wie Amnesty International, Human Rights in China und Human Rights Watch das Gegenteil behauptet; die Menschenrechtslage habe sich in China nicht verbessert, sie sei sogar noch schlechter geworden. Viele andere Organisationen, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Reporter ohne Grenzen, Ärzte gegen den Organraub, die China Aid Association und Olympic Watch unterstützten ebenfalls diese Behauptungen.

Eine unabhängige Organisation, die „Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong“ (Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China / CIPFG) hat gegen die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen in dem Land protestiert. Sie verwiesen auf Verbrechen gegen den Frieden und den Olympischen Geist, den Organraub, die Verfolgung von Christen, Unterdrückung der Tibeter, die Unterdrückung der Redefreiheit und Sabotage der Versuche, den Völkermord in Darfur und die Niederschlagung gegen Mönche in Burma, durch die Militärjunta zu stoppen.

Olympische Spiele fördern nicht zwangsläufig Menschenrechte

Bundestag / 24.01.08

Ausschüsse für Sport sowie Menschenrechte und humanitäre Hilfe (Anhörung)

Berlin: (hib/SKE) Ob die Olympischen Spiele in Peking zu einer Öffnung Chinas und zu einer Verbesserung der Menschenrechte im Land führen - darin waren die acht Experten während der gemeinsamen Anhörung vom Sportausschuss und dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe am Donnerstagnachmittag geteilter Meinung. Während sich die Vertreter des Sports überzeugt zeigten, dass allein die Anwesenheit der internationalen Sportler und Touristen die chinesische Bevölkerung positiv beeinflussen werden, zeigten sich Politikwissenschaftler und Menschenrechtler skeptisch, ob die Veranstaltungen alleine einen grundlegenden Wandel herbeiführen werden.

Weltweiter Fackellauf für Menschenrechte: Keine Olympischen Spiele in Peking 2008

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

Journalisten und Umweltschützer, Menschenrechtler und Christen, Ujguren und Tibeter sitzen in Chinas Gefängnissen, politische Gefangene werden in Arbeitslagern gefoltert. Angehörige der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong werden auf grausamste Weise verfolgt und neben den zum Tode verurteilten Strafgefangenen als lebende Organspender mißbaucht.

Wegen der anhaltenden schweren Menschenrechtsverletzungen in der VR China wurde - ein Jahr vor Beginn der Olymischen Spiele in Peking - am 9. August 2007 in Athen, dem Ursprungsort der Olympischen Spiele, die Fackel eines globalen Fackellaufs für Menschenrechte entzündet.

Unter dem Motto "Keine Olympischen Spiele ohne Menschenrechte" wird er in den nächsten Wochen und Monaten in über 100 Städten auf allen fünf Kontinenten ausgetragen.

Ausrichter dieses weltweiten Fackellaufes ist die Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China/CIPFG (Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China), deren Mitglieder sich aus Politikern wie z.B. Edward McMillan-Scott, Vizepräsident des EU-Parlaments, und anderen international bekannten Persönlichkeiten zusammensetzt. Auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist Mitglied der CIPFG und war sowohl in Berlin (19.08.2007) als auch in München (25.08.2007) und Wien (11.09.2007) Mitveranstalter dieses Fackellaufs.

Die Botschaft der zahlreichen Aktivisten, dass Völkermord keine Olympische Disziplin sei und dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Olympische Spiele nicht gemeinsam existieren können, war klar und deutlich.

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