Messner gegen Olympisches Feuer auf dem Mount Everest

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AP / 17.04.08

Frankfurt/Main – Bergsteigerlegende Reinhold Messner hat China für dessen Plan kritisiert, das Olympische Feuer auf den Mount Everest zu tragen. „Das ist eine Farce“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“. Die Chinesen hätten längst bewiesen, dass sie den Berg besteigen könnten. Außerdem werde die Olympische Fackel auf dem mit 8.848 Meter höchsten Berg der Welt ohnehin verlöschen, glaubt Messner: „Es gibt zu wenig Sauerstoff und zu viel Wind“, sagte er.

Bergsteiger Reinhold Messner. (Pierre-Philippe Marcou/AFP/Getty Images)

Messner befürwortete die Proteste im Umfeld des Fackellaufes. China habe sich „selbst eingebrockt, dass der Fackellauf zum Protestmarsch für Tibet“ geworden sei. Der Westen dürfe nicht zulassen, dass „ein Volk niedergeknüppelt wird“, forderte er. „Die tibetische Kultur ist ein wesentlicher Teil des menschlichen Erbes, sie darf nicht untergehen.“

Am 8. Mai vor 30 Jahren hatten Messner und der Bergsteiger Peter Habeler als erste Menschen den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen.

 
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