Amnesty International: China soll UN-Untersuchung in Tibet erlauben
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AP / 29.03.08
Hannover – Die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Barbara Lochbihler, fordert nach den Unruhen in Tibet eine unabhängige Untersuchung der Vereinten Nationen in dem Land. Sie sagte der hannoverschen „Neuen Presse“: „Wenn es die Führung in Peking mit Offenheit ernst meint und nichts zu verbergen hat, sollte sie eine unabhängige Untersuchung durch die Vereinten Nationen erlauben.“ Lochbihler befürchtet, „dass die Festgenommenen unter extremen Haftbedingungen zu leiden haben“. Völlig unklar sei, ob sie Zugang zu medizinischer Versorgung oder zu Rechtsanwälten hätten.
Einen Boykott der Olympia-Eröffnungsfeier sieht die Menschenrechtlerin skeptisch. „Die Olympischen Spiele sollten zum Anlass genommen werden, strukturelle Veränderungen zu erreichen“, sagte die Generalsekretärin. Regierungen, Sportverbände und Sponsoren seien gefordert, im direkten Gespräch mit den chinesischen Verantwortlichen konkrete Fortschritte einzufordern. Lochbihler forderte: „Die Presse muss sich frei im Land bewegen dürfen, die Internetzensur beendet werden.“ Um dies zu erreichen, seien Öffentlichkeit und Druck erforderlich.
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