Weltweiter Fackellauf für Menschenrechte: Keine Olympischen Spiele in Peking 2008

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Internationale Gesellschaft für Menschenrechte

Journalisten und Umweltschützer, Menschenrechtler und Christen, Ujguren und Tibeter sitzen in Chinas Gefängnissen, politische Gefangene werden in Arbeitslagern gefoltert. Angehörige der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong werden auf grausamste Weise verfolgt und neben den zum Tode verurteilten Strafgefangenen als lebende Organspender mißbaucht.

Wegen der anhaltenden schweren Menschenrechtsverletzungen in der VR China wurde - ein Jahr vor Beginn der Olymischen Spiele in Peking - am 9. August 2007 in Athen, dem Ursprungsort der Olympischen Spiele, die Fackel eines globalen Fackellaufs für Menschenrechte entzündet.

Unter dem Motto "Keine Olympischen Spiele ohne Menschenrechte" wird er in den nächsten Wochen und Monaten in über 100 Städten auf allen fünf Kontinenten ausgetragen.

Ausrichter dieses weltweiten Fackellaufes ist die Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China/CIPFG (Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China), deren Mitglieder sich aus Politikern wie z.B. Edward McMillan-Scott, Vizepräsident des EU-Parlaments, und anderen international bekannten Persönlichkeiten zusammensetzt. Auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist Mitglied der CIPFG und war sowohl in Berlin (19.08.2007) als auch in München (25.08.2007) und Wien (11.09.2007) Mitveranstalter dieses Fackellaufs.

Die Botschaft der zahlreichen Aktivisten, dass Völkermord keine Olympische Disziplin sei und dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Olympische Spiele nicht gemeinsam existieren können, war klar und deutlich.

Auftakt dieser beiden Fackelläufe in Deutschland war am 19.08.2007 der Platz vor dem Berliner Olympiastadion – der Ort, an dem die Nationalsozialisten 1936 den Sport für ihre Propaganda instrumentalisieren. Nach ca. 7 Kilometern endete der Fackellauf vor der symbolträchtigen Ruine der Berliner Gedächtniskirche, dem Mahnmal gegen Krieg und Gewaltherrschaft.

Die deutsche Botschafterin dieses Fackellaufes Ines Geipel, ehemalige DDR-Sprinterin und Opfer des DDR-Staatsdopings, kritisierte in ihrer Rede die gleichgültige Haltung des IOC sowie die des Deutschen Olympischen Sportbundes und forderte die freie Welt dazu auf, in Peking keine "Feier mit Mördern" abzuhalten.

Berlin, 18.08.2007
Fadu, deren Vater in China zu Tode geoltert wurde, übergibt die Fackel an Ines Geipel

Die beiden Sprecher der IGFM beanstandeten die Passivität des Internationalen Olympischen Komitees in Bezug auf die katastrophale Menschenrechtssituation in der VR China. Sie wiesen explizit darauf hin, dass das IOC mit der Vergabe der Spiele an Peking auch die Pflicht und Verantwortung übernommen habe, die ethischen Prinzipien der Olympischen Charta wie Menschenwürde und Frieden zu schützen und die Menschenrechte im Gastgeberland zu garantieren. Dieser Aufgabe sei das IOC in keiner Weise nachgekommen.

Fackellauf für Menschenrechte in München am 25. August 2007.

München, 25.08.07
Carola Wegerle, Autorin und Schauspielerin

München, 25.08.07
Jürgen Thierack, IGFM-München

 

Am 8. Juni 2007 forderte die CIPFG in einem offenen Brief Chinas Führer Hu Jintao und Wen Jiabao auf, die Verfolgung sowie den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden zu beenden und die Menschenrechte zu achten. Weiterhin wurde eine unabhängige Untersuchung in chinesischen Arbeitslagern, Gefängnissen und Krankenhäusern gefordert. Falls diese Forderungen bis zum 8. August 2007 nicht erfüllt sein sollten, drohte die CIPFG mit weltweiten Aktionen, um zum Boykott der Olympischen Spiele in Peking aufzurufen.

Sowohl die Veranstalter, als auch alle auf der Kundgebung vertretenden Organisationen und Verbände waren sich einig, dass aufgrund der momentanen Menschenrechtslage in der VR China im nächsten Jahr keine Olympischen Spiele stattfinden dürfen.

 



 
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